Weihnachtsfester Online Shop – 3 Schritte für die Vorbereitung

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Nun kommt die für viele schönste Zeit im Jahr. Doch für Einzelhändler:innen und Onlineshop-Betreiber:innen ist es ebenso die stressigste und wichtigste Phase. Nicht für wenige macht der Weihnachts-Umsatz einen Großteil vom Jahr aus. Gerade deswegen solltest auch du perfekt vorbereitet in die Saison starten, um das Beste aus dem Weihnachtsgeschäft rauszuholen und gleichzeitig die gemütliche Zeit genießen zu können. Wie sich ein weihnachtsfester Online Shop gestaltet? In diesem Artikel gehen wir auf die wichtigsten Termine zum Jahresende ein, die wichtigsten Learnings aus dem letzten Jahr und 5 Tipps für die kommende Saison. 

1. Die wichtigsten E-Commerce Termine

Streiche dir folgende Tage in deinem Kalender 2021 an: 

  • Halloween (31.10.)
  • Singles Day (11.11.)
  • Black Friday (26.11.)
  • Cyber Monday (28.11.)
  • Nikolaus (06.12.)
  • Adventssonntage (28.11., 05.12., 12.12., 19.12.)
  • Heiligabend (24.12.) 
  • Silvester/Neujahr (31.12., 01.01.)

Wichtig hierbei zu nennen ist, dass der Heiligabend nicht direkt als verkaufsfördernd gezählt werden sollte. An diesem Tag könntest du allerdings noch Weihnachtswünsche, persönliche Tipps für eine gemütliche Zeit, dein Lieblingsessen für Weihnachten o.ä. mit deinen Kund:innen teilen. 

Für die Adventssonntage kannst du dir besondere Aktionen ausdenken, wie kurze Videotipps, 24-Stunden Rabatte o.ä. Die Aktionen der einzelnen Tage sollten aufeinander aufbauen oder in einem Zusammenhang stehen. 

1.1 Sorge für eine deutliche Positionierung

Du kannst nun natürlich zu jedem dieser Tage ein besonderen Rabatt oder Angebote erstellen. Solltest du dies aufgrund des Konsumrausches oder aus anderen Gründen nicht unterstützen wollen, dann ist das vollkommen in Ordnung. Nur solltest du das auch klar und deutlich kommunizieren. Inzwischen haben viele Konsument:innen bereits eine gewisse Erwartungshaltung und hoffen auf tolle Angebote. Wenn sie jedoch klar wissen, dass sie von dir nichts erwarten müssen, dann können sie das klar einordnen. Dafür werden sie mehr Verständnis haben als keine Angebote ohne Statement. Vielleicht fokussierst du dich auch nur auf 1-2 Termine, die dir besonders wichtig sind oder den meisten Umsatz bringen. 

1.2 Anteile Weihnachtsverkäufe

35% aller Weihnachtsverkäufe finden im November statt (Quelle: Google). Halte das auf jeden Fall bei deinen Aktionen und Vorbereitungen im Hinterkopf. Deine besten Geschenk-Ideen stehen Ende Oktober noch nicht in den (digitalen) Schaufenstern? Dann bist auf jeden Fall zu spät dran und du verpasst einen Großteil der Weihnachtsumsätze. 

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1.3 Weihnachts-Kommunikation

Sorge auf jeden Fall, dass deine Follower:innen von deinen Aktionen wissen. Stimme deine Kommunikation darauf ab. Um deine Aktionen zu verdeutlichen, kannst du eine Langingpage erstellen mit einer Übersicht. Publiziere diese über Social Media Kanäle, E-Mail oder andere von dir bevorzugte Kanäle. 

1.4 Was du außerdem wissen solltest…

Umsätze im Handel an Black Friday und an Cyber Monday haben sich in den letzten Jahren verdoppelt (Handelsverband Deutschland). Halte das auf jeden Fall im Hinterkopf bei deiner Planung. Genauso solltest du bedenken, dass viele die bekannte Black Week nutzen, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Das wird durch die bereits erwähnten Fakten bestätigt. Somit ist das Budget von Verbraucher:innen für Dezember oft bereits früher aufgebraucht. 

Und bevor du überhaupt über Aktionen etc. nachdenkst, frage dich ganz explizit:

Was ist überhaupt für meine Zielgruppe relevant? An welcher/n Aktione(n) sind meine Kund:innen interessiert? 

2. Trends aus dem letzten Jahr

Letztes Jahr hat die Pandemie das Weihnachtsgeschäft sehr hart getroffen und viele Ladenbesitzer:innen mussten umdenken. Dadurch ließen sich ebenso Veränderungen im Kaufverhalten feststellen. Wir können davon ausgehen, dass sich dieses Jahr ähnliche Szenarien abspielen werden. Stelle dich also auf folgendes ein:  

2.1 E-Commerce Beschleunigung

In den ersten Monaten der Pandemie konnte ein E-Commerce Anstieg von 15% konstatiert werden. Davon wurden 25% über mobile Endgeräte getätigt. Diese Zahlen bestätigen es und wir können es immer wieder nur betonen: achte darauf, dass dein Shop mobilfreundlich ist! Google positioniert mobil-nutzerfreundliche Websites höher als nicht-nutzerfreundliche Seiten. Mehrere Faktoren spielen in die Benutzerfreundlichkeit ein: Responsive Design und Ladegeschwindigkeit sind nur zwei wichtige Bestandteile. Und beachte, dass ständige Optimierungen essentiell sind. 

Außerdem wurden im letzten Jahr vermehrt Shopping Apps heruntergeladen. Ein weiterer Grund, um stets Up-to-Date zu bleiben, um den Spalt zwischen dir und den großen Konzernen mit App-Möglichkeiten nicht noch größer werden zu lassen. 

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Anstieg der Online Ankäufe zur Weihnachtszeit von 2019 auf 2020 (Quelle: Google)

2.2 Customer Journey starten online 

Wenn sich jemand auf die Suche nach einem Produkt/Dienstleistung begibt, ist der Startpunkt digital. 76% aller Käufer:innen suchen zunächst online nach Produkten. Das ist auch der Fall, wenn später offline gekauft wird. Produkte, die offline gekauft werden, wurden in 42% der Fälle bereits online entdeckt. Bei einer Produktsuche wird Google als Suchmaschine oft übersprungen und die Produktsuche startet direkt bei Amazon. Hier kannst du dir natürlich Gedanken machen, ob du dich auf Amazon siehst oder eben nicht. Amazon bietet viele Vor- und Nachteile, die du für dich abwägen musst. Neben Amazon und Google ist YouTube eine weitere Suchmaschine, die oft genutzt wird. Video ist ein tolles Medium, um die Aufmerksamkeit der Leser zu bekommen. Schaue dir dazu gerne unseren Video-Marketing Onlinekurs an. Generell ließ sich feststellen, dass Suchanfragen mit direkten Kaufabsichten um 15% während des Weihnachtsgeschäfts 2020 gestiegen sind (Quelle: Google). 

2.3 Offene Verbraucher:innen 

Potentielle Kundinnen und Kunden sind 2020 offener denn je für neue Marken geworden. Eine Umfrage hat ergeben, dass 81% aller Verbraucher:innen während der Pandemie im Internet auf neue Marken aufmerksam wurden. Insgesamt wurden 20% aller Ersteinkäufe von neuen Marken, Plattformen und Händlern getätigt. Hier liegt also deine Chance, neue Kund:innen anzuziehen. Generell ist das Internet ein Ort der Inspiration und neue Shops werden als “persönliche Belohnung” angesehen.

2.4 Internetaffine Silver Surfer

Unter den Silver Surfern versteht man im Netz alle Person ab circa 50 Jahren. Vor allem diese Altersgruppe bewies sich im letzten Jahr als besonders kaufkräftig. Hier liegen enorm viele Chancen im E-Commerce. Der demographische Wandel bringt natürlich immer mehr Silver Surfer mit sich. Außerdem lässt sich über den Kamm geschert sagen, dass diese Altersgruppe oft ein größeres Budget zur Verfügung hat als Jüngere oder gar Studierende. Laut einer Studie ist diese Altergruppe ebenfalls besonders empfänglich für Werbung. Mache dir also mal Gedanken darüber, ob diese Zielgruppe für dich relevant ist und ob du deine (bezahlten) Marketing-Maßnahmen auf die 50+-Gruppe targetieren möchtest. Außerdem ließ sich beweisen, dass der Anstieg von Online Einkäufen in dieser Altersgruppe von 2019 auf 2020 am größten war. 

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Online Einkäufe2019 vs. 2020, nach Altersgruppen sortiert (Quelle: Google)

3. 5 Tipps für die kommende Weihnachtssaison 

3.1 Sichtbarkeit

Klar, die Sichtbarkeit online ist immer wichtig und ein ongoing Thema. Wir wollen dies aber in diesem Artikel auf die Weihnachtszeit und 4 Kanäle spezialisieren, nämlich Google, Facebook, YouTube und E-Mail. 

3.1.1 Google

Suche dir relevante Suchbegriffe für dein Unternehmen raus, die du auf deiner Seite verarbeitest. Sei es auf Kategorieseiten, Produkt-Detail-Seiten, Produktbeschreibungen oder in Blogartikeln. Dazu kannst du den Google Keyword Planer, Google Suggest (beides kostenlos) oder andere Tools nutzen. Beim Keyword Planer hast du sogar noch den Vorteil, dass du den Fokus auf deine Region legen kannst. Versuche dich, auf ein Thema und/oder eine Zielgruppe zu konzentrieren, bspw. “DIY Weihnachtsgeschenke aus Holz für die Großeltern”. 

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3.1.2 Facebook und Instagram

Konkret geben wir dir 3 Tipps für Facebook und Instagram mit auf den Weg:

  1. Gib Einblicke in deine eigenen 4 Wände. Wie erleben deine Haustiere die Weihnachtszeit? Was machen deine Mitarbeiter:innen im Geschäft, um die Atmosphäre weihnachtlich zu gestalten? Dies sind nur ein paar Ideen, um die weihnachtliche Stimmung nach außen zu transportieren. 
  2. Spiele mit nostalgischen Ereignissen. Wie hast du früher Weihnachten erlebt? Mit welchen Traditionen bist du groß geworden oder was war das typische Weihnachtsessen? Stelle diese Frage an deine Kund:innen, um für mehr Engagement zu sorgen. 
  3. Ein Klassiker: Wettbewerbe/Gewinnspiele. Wer deiner Follower:innen hat den hässlichsten Weihnachtspullover? Wer kann das schönste Gedicht reimen? Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.  
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3.1.3 YouTube

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Stelle DIY Geschenke vor oder was zu deinen Produkten passt. Da YouTube zu Google gehört, wird dein Video bei passenden Suchanfragen zu deinem Thema auf der Suchergebnisseite ausgespielt. Videoinhalte lassen sich genauso gut an Bestandskund:innen schicken. Hierbei reichen Videos mit einer guten Handykamera und einem extra Mikrofon aus. Bei selbst produzierten Videos brauchst du kein professionelles Kameraequipment, solange die Tonqualität gut ist. 

3.1.4 E-Mail

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Wie eben beschrieben, kannst du ganz einfach erstellte Inhalte an Bestandskunden verschicken. Außerdem lassen sich über Mailchimp Postkarten verschicken, die du mit einem Weihnachtsgruß oder auch einem Rabattcode versehen kannst. Locke die Personen per Mail oder auch per WhatsApp durch so eine Nachricht auf deine Seite, um direkte Umsätze über diese Kanäle generieren zu können.  

3.2 Stellung beziehen

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Gib deinen potentiellen Käufer:innen Gründe, dass sie sich für dich entscheiden. Positioniere dich bspw. zu Themen wie regionaler Verbundenheit oder Nachhaltigkeit. Mit diesem USP wirst du einige Personen dazu bewegen, sich für dich zu entscheiden und nicht für deine:n Konkurrent:in. Setze deine Versprechen aber vor allem in die Tat um. So kannst du z.B. von jeder Bestellung einen Prozentteil an eine gemeinnützige Organisation spenden.

Oder falls du dich mit dem Thema Transparenz positionieren möchtest, kannst du mit einer Tabelle angeben, wie sich der Preis deiner Produkte zusammensetzt. Die Marke dariadéh geht hier mit gutem Beispiel voran. 

3.3 Früh starten 

Dieser Tipp klingt logisch, doch auch hier gibt es oft noch einige Stellschrauben. Fange an, dir ein konkretes Ziel zu setzen und es ganz genau zu formulieren. Z.B. “Ich möchte dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit 15% mehr Umsatz als letztes Jahr generieren.” Denn nur auf diese Weise kannst du deine Ziele messbar machen und prüfen, ob deine unternommenen Maßnahmen den gewünschten Erfolg erzielt haben. 

Beginne außerdem rechtzeitig damit, deinen Shop weihnachtlich zu gestalten, um Besucher:innen in die gewünschte Stimmung zu bringen. Erstelle bspw. Weihnachtliche Produkthintergründe. Denn die stellen im Prinzip dein digitales Schaufenster dar. Im Ladengeschäft freust du dich doch auch über weihnachtliche Deko, oder? 

Im Hinblick auf die Tatsache, dass Weihnachtsgeschenke immer früher gekauft werden, solltest du deine Produkte und Weihnachtsangebote frühzeitig hochladen. Käufer:innen haben Angst vor Lieferengpässen oder wollen Vorräte anlegen. Spiele hierauf ein!

Erinnere Besucher:innen an besondere Weihnachts-Aktionen. So kannst du mit Pop-Ups arbeiten. Diese sollen erscheinen, sobald jemand deine Seite verlassen will. 

3.4 Flexibel sein 

Sorge für möglichst viele Liefer- und Bezahloptionen. Kund:innen haben ihre:n bevorzugte Weise zu bezahlen und/oder Liefer-/Abholmöglichkeit. Gehe mit der Zeit und stelle dich darauf ein. Wenn du dir den Verlauf der Arten von Verkauf der letzten 20 Jahre mal ansiehst, dann fällt dir auf, dass ein engstirniges Prinzip veraltet ist. 

Vor den Websites müsste noch der Katalogverkauf aufgelistet werden. Danach wurden die klassischen Websites ins Leben gerufen. Gefolgt von verschiedensten Apps und heutzutage steht Conversational Commerce an der Tagesordnung. 

Gerade für höherpreisige Produkte sind Beratungstermine oder direkt Kontaktmäglichkeiten goldwert. Denke hierbei an WhatsApp Business, Facebook Messenger, eine Chatbox oder die HelloBox. 

Letztendlich kannst du am besten dich selbst fragen: was würdest du erwarten, wenn du vor der Kaufentscheidung stehst, dein eigenes Produkt anzuschaffen? Setze diese Antwort in die Tat um. 

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3.5 Veränderungen annehmen

Halt immer im Hinterkopf, dass Menschen von Natur aus träge sind und alles so einfach wie möglich haben wollen. Das menschliche Gehirn möchte Energie für “Gefahrensituationen” sparen. Dieses Prinzip solltest du digital umwandeln. So kannst du bspw. Automatisierte Tools nutzen, um für schnelle und kurzfristige Änderungen der Nachfrage gerüstet zu sein. 

Arbeite an deinem Unternehmen stets engpassorientiert und motivgetrieben, um die Qualität deines Services stets zu optimieren. Sei ambitioniert und stecke dir neue Ziele. Mit unseren Videokursen kannst du dich in die aktuellsten digitalen Gegebenheiten einarbeiten. 

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