7 Trends in 2018

für lokale Unternehmen

7 Trends in 2018

Das neue Jahr ist gestartet und die meisten können erstmal durchschnaufen nach dem turbulenten Weihnachtsgeschäft. In der Regel ist jetzt die Zeit, in der sich viele Besitzer neue Ideen und Vorsätze für das eigene Geschäft überlegen. Das können neue Produkte oder Projekte sein, aber auch neue Marketing-Maßnahmen bzw. digitale Aufmerksamkeit.

Für jedes lokale Unternehmen, das 2018 digital durchstarten möchten, empfehlen wir die folgenden Trends genau zu studieren. Hier kommen also die 7 größten Trends: Film ab 🎥  

1. Lokales Event Marketing

Veranstaltungen sind ein genialer Hebel. Egal ob es das eigene Jubiläum ist, oder eine gemeinschaftliche Aktion mit anderen lokalen Unternehmen, oder einfach eine thematisch angelegte Veranstaltung. Bei lokalen Events kommen die Leute gerne zu einem ins Geschäft.

Die Beziehungen und das Vertrauen, das dadurch entsteht und aufgebaut wird, lassen sich schwer messen. Doch eines ist klar – wer beim ersten Date einen guten Eindruck hinterlässt, der hat eine große Chance, in Erinnerung zu bleiben. Oder mit anderen Worten:

 

“Vertrauen kommt vor verkaufen.”

 

Digitale Werbung für die eigene Veranstaltung

Über verschiedene Kanäle konnten eigene Veranstaltungen bisher digital geteilt und kommuniziert werden. Für 2018 gehen wir fest davon aus, dass ein gutes Event-Marketing wichtiger ist denn je.

Besonders nachdem Facebook ein neues Produkt vorgestellt hat namens Facebook Local. Das ist aktuell ausschließlich in den USA verfügbar, aber soll in diesem Jahr auch in Deutschland gelauncht werden.

Als Geschäft wird wie gewohnt eine Veranstaltung erstellt und publiziert. Aus Kundensicht werden mit Facebook Local alle Veranstaltungen in der Umgebung angezeigt. Ein besonderer Effekt hierbei ist das Vertrauen der Facebook-Freunde.

Wer geht auf welche Veranstaltung und welchem Kunden im Freundeskreis gefällt das Geschäft der Veranstaltung. Diese kleinen Besonderheiten werden bei der Auswahl und beim Besuchen von Events den Unterschied machen.

Wichtige Links fürs perfekte Event-Marketing

Hilfreiche Links zu einer gelungenen Veranstaltung gibt es hier:

  • Facebook Local – Die größte Datenbank an lokalen Events Weltweit
  • Eventbrite – bezahlbare Events oder Warteliste
  • Splash (nur englisch sprachig aktuell) – tolle Ressourcen rund ums Event-Marketing

2. Mobile Suche

Handys fressen die Welt auf. Schon 2006 gab es in Deutschland mehr Mobiltelefone als Einwohner. Da liegt es natürlich nahe, dass sich nach über 10 Jahren unser Suchverhalten radikal ändert.

 

“Das wichtigste Gerät in den nächsten 15 Jahren ist und bleibt das Smartphone.”

 

In 2018 werden wir noch eine weitere Entwicklung sehen. Schon im letzten Jahr, wurden mehr Google Suchanfragen auf Mobilgeräten gestellt, als im Browser auf dem Desktop.

Mobile first Indexierung

Seit längerem predigt Google, dass Webseiten-Betreiber das Besuchererlebnis auf die mobilen Bedürfnisse einstellen sollen. Im Klartext heißt das:

Mit diesen technischen Gegebenheiten bei der Website, sollte sich nun jedes lokale Unternehmen in 2018 beschäftigen.

Für die Ergebnisse in der Suchmaschine werden diese Faktoren ebenfalls mehr ins Gewicht fallen. Es lohnt sich also, Zeit und Geld für eine moderne Website zu investieren.

Zukunftsfähiger Online-Auftritt

Eine moderne und professionelle Website kann mit vielen unterschiedlichen Tools erstellt werden. Auch ohne die Hilfe einer Agentur lässt sich mit Homepage-Baukästen eine Website per Drag & Drop erstellen.

Folgende Möglichkeiten gibt es unter anderem:

  • Wix.com, der Website-Baukasten aus Israel bietet enorm viele Freiheiten und lässt sich so einfach bedienen wie eine PowerPoint Präsentation.
  • Jimdo, dieser Website-Baukasten kommt aus Deutschland. Anhand eines Rasters lassen sich verschiedene Elemente individuell auf der Website platzieren.
  • WordPress, hierfür sind ein paar technische Kenntnisse notwendig. Wer sich hier einarbeitet, hat großartige Möglichkeiten beim Erstellen einer Website.

Noch ein Pro-Tipp:

Wer wirklich langfristig denkt – und damit meine ich 10-15 Jahre – der sollte sich mit dem

Konzept einer Progressive Web App beschäftigen. Für viele Browserhersteller wie beispielsweise Chrome, Firefox und seit letztem auch Safari wird das der nächster große Wandel sein im Bereich Web-Entwicklung.

3. Google als neue Homepage

Google My Business ist ein mächtiges Tool für den Online-Auftritt als lokales Geschäft. Wenn du dich damit noch nicht beschäftigt hast, schau dir unser Video dazu an.

2017 gab es zahlreiche Updates zu Google My Business. Für dieses Jahr gehen wir fest davon aus, dass Google sich die Nutzung der einzelnen Funktionen erstmal anschaut und dann weiter optimiert. Es bleibt also abzuwarten, wie es mit den verschiedenen Funktionen weitergeht.

Neue Funktionen von Google bzw. Google My Business

  • Beiträge auf Google erstellen – Mit dieser Funktion lassen sich direkt Neuigkeiten, Events und Meldungen direkt auf deiner Suchergebnisseite von Google veröffentlichen. So sieht das in der Praxis aus:
     prandible google my business beitraege seiten strassen opladen
  • Termin-URL hinterlegen – Mit dieser Funktion können lokale Geschäfte eine Seite hinterlegen, auf denen Termine gebucht werden können. Für Friseure, aber auch Ärzte, Kinos und Yoga-Schulen ist das besonders interessant.

    Terminvergabe URL hinterlegen in zwei Schritte
  • Website-Baukasten – Ja, jetzt mischt sich auch Google im Land der Baukästen ein. Aus all den Daten die eh schon in Google My Business verfügbar sind können kleine Websites erstellt werden. Mit wenigen Funktionen, aber es reicht, um diese auf eine Visitenkarte zu drucken, oder zusätzliche Informationen zu hinterlegen.

 

  • Fragen und Antworten – Jetzt kann jeder neben Bewertungen, Änderungen und Bildern auch noch Fragen zu deinem Geschäft öffentlich stellen. Du bekommst davon nur mit, wenn du ab und an mal nach deinem Unternehmen googlest. Häufig werden die Fragen auch von anderen Teilnehmern der Community beantwortet. Hier ein Beispiel bei einer Forellenzucht aus Leverkusen

    Google Fragen und Antworten aus der Community

  • Von Google Zertifizierte lokale Dienstleister – Trusted Badge für Dienstleister (bisher nur in den USA). Aktuell testet Google ein neues Anzeigeformat “von Google Garantiert” was folgendermaßen aussieht:Bald kommt das "Google garantierte Dienstleister" als Anzeige

  • Bewertungen nehmen immer mehr Relevanz an – Dank dem Programm Small Thanks from Google (nur englisch aktuell), können Ladenbesitzer und lokale Unternehmen einfache Aufsteller drucken, um so die Bewertungen ihres Geschäfts zu erhöhen.

Für einen tieferen Einstieg in Google My Business können wir unseren Video-Kurs empfehlen. 

4. Social Commerce

Für den Online-Auftritt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Manch einer möchte lediglich gefunden werden und auf sein lokales Geschäft hinweisen. Dazu ist eine normale Website mit Informationen und Kontaktmöglichkeiten ausreichend.

Wer als lokales Ladengeschäft auch online verkaufen möchte, benötigt einen Online-Shop oder, was für 2018 wichtiger sein wird, Social-Media-Shopping-Möglichkeiten.

Instagram und Facebook bauen ihre Funktionen, online direkt auf den Social-Media-Plattformen zu verkaufen, in 2018 weiter aus. Besonders interessant ist das auch für Influencer oder Ladenbesitzer, die so auf ihre Lieblingsprodukte besser hinweisen können.

Für Geschäfte heißt das, wer seine Kunden auch in den Social-Media-Kanälen als Follower hat, kann seinen Absatz darüber steigern.

5. Neue Wege gehen

Der beste Kunde ist natürlich der, der kauft. Es ist egal ob es im eigenen Online-Shop übers Internet ist oder im eigenen Laden.

Um perfekte Kundenbeziehungen aufzubauen, ist es allerdings wichtig, dass dieser das Konzept offline wahrnimmt bzw. erlebt. Hier wird es 2018 neue Möglichkeiten geben, den online Kunden in den Laden zu bringen.

Zwei Beispiele, wie das mit digitalen Werkzeugen gut funktioniert:

Universelle Rückgabestation

Mit dem Anbieter Happy Returns kannst du dein Geschäft als Rückgabestation eintragen lassen. Keine Sorge, nur qualifizierte Hersteller und Marken können ausgewählt werden, sodass dein Geschäft im idealfall auch ein alternatives Angebot hat, vergleichbar mit der zurückgegebenen Ware. Das setzt allerdings eine Begeisterung im Laden bzw. beim Rückgabeprozess voraus. Viele Kunden wollen natürlich beim Zurückgeben von Waren einfach schnell den Prozess abschließen.

Kontaktassistent

Kein Mensch füllt heute mehr Kontaktformulare aus. Über den Facebook Messenger-Chat oder WhatsApp wollen wir direkt eine Rückmeldung. Wenn diese Möglichkeit noch nicht nutzt, der sollte sich jetzt auf jeden Fall darauf vorbereiten und eine spezielle Nummer für WhatsApp-Anfragen einrichten. Auf der eigenen Homepage wird immer noch bevorzugt ein Kontaktformular genutzt das ist meiner Meinung nach veraltet und sollte durch einen intelligenten Kontaktassistent ausgetauscht bzw. erweitert werden. Was ich damit meine, erklärt besten folgende Darstellung.

Mit einem Kontaktassistent können mehrere Kontaktmöglichkeiten aber auch Informationen wie:

  • Öffnungszeiten
  • Adressdaten und
  • digitale Visitenkarte hinterlegt werden.

 

Kontakt und Kundenassistent auf mobilen Geräten

Hier ein Beispiel auf der Handyansicht von prandible.com

 

6. Beacon-Technologie

Nein, es hat nix mit dem Frühstücks-Bacon zu tun. Beacons sind kleine digitale Geräte, die ein Signal abgeben. Es ist vergleichbar mit einem Leuchtturm.

In den alten Zeiten der Schiffsfahrt lebensnotwendig, haben Leuchttürme, die Kapitäne vor Gefahren gewarnt und/oder in die richtige Richtung gelotst. Ähnlich funktionieren die kleinen Beacons.

 

 

Diese Signale können je nach Einstellung von unseren Smartphones oder Smartwatches empfangen werden. Die Verbindung wird dabei per Bluetooth oder NFC hergestellt.

Was kann ich damit machen in meinem Geschäft?

Die Technologie ist nicht neu. Apple hat bereits 2013 einen Standard namens iBeacon ins Leben gerufen, mit dem eine Bluetooth Low Energy (BLE) Verbindung hergestellt werden kann. Das ganze Thema nimmt jedoch durch die beiden Unternehmen Facebook und Google erneut Fahrt in 2018 auf.

Beacon-Standards von Google und Facebook vorangetrieben

Beide Konzerne sind abhängig von Nutzerdaten und den Werbetreibenden, die diese für Marketingzwecke nutzen. 2018 werden wir eine weitere Verschmelzung zwischen Off- & Online-Welt erleben, die im Einzelhandel auch gerne als Omnichannel beschrieben wird.

Wichtige Links zum Thema: 

  • Google geht mit Eddystone als wichtigste Plattform für Beacon Technologie an den Start.
  • Facebook Beacons (nur über Einladung möglich)

 

Welche Hersteller für Beacons gibt es?

Google setzt aktuell auf Dritthersteller, die mit bspw. Eddystone laufen. Eine komplette Liste aller Lieferanten befindet sich auf der Entwicklerseite zum Thema Beacons. Ein wirklich interessanter Hersteller und mit der größte Anbieter im Bereich Beacons ist Estimote. Auf der Seite findest du auch eine gute Übersicht, was Beacons im Einzelhandel tun können.

 

Quelle: Estimot.com

Facebook verlässt sich im Bereich Hardware ganz auf die eigenen Ressourcen. Dazu möchte ich erwähnen, dass es 2007 schonmal einen Versuch gab, mit Beacons auf dem Markt Fuß zu fassen. Die Kooperation mit insgesamt 44 Partnern scheiterte allerdings an, wie es Mark Zuckerberg in einem Artikel aus 2011 nannte: schlechter Umsetzung.

“We’ve made a bunch of mistakes […], like Beacon four years ago and poor execution…”

Mit der neuen Strategie holt sich Facebook die Kontrolle über die Hardware ins eigene Haus. Unter der Domain placetips.fb.com können sich interessierte Brands und lokale Unternehmen für eine Zusammenarbeit bewerben. Nach einfacher Konfiguration stehen Ladenbesitzer viele Möglichkeiten offen, wie etwa:

  • Produkt-Zusatzinformationen bzw. Schulungen für  Mitarbeiter und Kunden
  • Einmalige und innovative Kundenerlebnisse schaffen
  • Die lokale Community ausbauen

Es wird in 2018 erwartet, dass Facebook mit diesem Dienst noch stärker in den Bereich Einzelhandel und lokale Unternehmen gehen wird. Besonders, da es sich sehr gut mit lokalen Events verknüpfen lässt und bspw. vorbeilaufende Menschen daran erinnern könnte, dass in deinem Geschäft bald eine Veranstaltung ansteht.

7. Voice Commerce

Eine weitere Neuheit, könnte eine entstehende Gefahr für den lokalen Handel bedeuten. Sprachassistenten haben mit dem letzten Weihnachtsgeschäft verstärkt Einzug in die Wohnzimmer der Deutschen genommen. Alexa von Amazon und Co. hören einem zu und bestellen bei Bedarf auch im Internet. Per Sprachbefehl können derzeit vor allem Bedarfsgegenstände schnell bestellt werden.

Google besticht mit seinen Produkten wie etwa mit dem “Google Home Mini”, der über 1.000 Sprachbefehle beherrscht.

Der Tech Analyst, Adam Wright, beschreibt die aktuelle Situation der Sprachassistenten als

“Sprachassistenz ist ein Zweikampf der beiden Großen (Google vs. Amazon).”

Dieser Shopping-Trend könnte sich in 2018 verbreiten. Als Besitzer eines lokalen Ladengeschäfts bedeutet das weitere digitale Konkurrenz.

Wer sich Online mit seinen Angeboten platzieren möchte, kann Voice Commerce aber auch für sich bzw. für Marketing-Zwecke nutzen. Es gilt, sich kreative Gedanken rund um diesen neuen Ansatz zu machen.

Fazit: Trends erkennen und für Kundenbindung nutzen

Wir hoffen, unsere 7 Trends helfen dir, für 2018 gut aufgestellt zu sein. Oftmals glaubt man, als kleines lokales Unternehmen sind große digitale Technologien zu weit weg und nicht erreichbar. Wir sehen das anders. Besonders als kleines Geschäft sollte man auf Social Media und digitale Trends setzen.

Digitale Kanäle sind die Kundenbindung von morgen. Und da benötigst du keine 1 Million Follower. Als kleines Kaffee sind bereits einige Hundert oder Tausend Follower eine stolze Gemeinschaft.

Vielen Dank für deine Zeit zum Lesen unserer Trends.

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Paul von prandible

paul@prandible.com

Gründer und Coach bei prandible. Mit dem Auftrag "lokale Geschäfte für die digitale Welt zu begeistern" hat Paul prandible gegründet und erklärt in Video Kursen, wie Ladenbesitzer zu mehr Kundschaft kommen.

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